Senja 2016-Nordlichtekstase

Nordlichtekstase

Meine erste geführte Fotoreise! Hineingesprungen ins Anfängerwasser der begeisterten Amateurfotografen. Mit Christine Sonvilla und Marc Graf als Profi-Tutoren ist der Wiedereinstieg  aber gleich viel einfacher als gedacht. Senja liegt im Norden Norwegens, etwa 300 km ober dem Polarkreis-also gibt’s gute Chancen auf Nordlicht. Auf der Fahrt von Tromsö nach Senja haben wir, für Februar typisch, -14 Grad, aber am Meer ist es wegen dem Golfstrom gleich angenehm wärmer. Die Insel bietet fast alles was auch Norwegen kann, nur im kleinen Format. Im Vergleich zu den südwestlich angrenzenden Lofoten geht es auch touristisch noch beschaulicher zu. Besonders das Zauberlicht zur langen blauen Stunde nach Sonnenuntergang hat es uns angetan. Highlight für mich sind zwei phantastische Nordlicht-Nächte, so intensiv, dass wir uns irgendwann einfach in den Schnee legen um nach oben zu staunen. Gegen Ende des zweiten Spektakels bin ich so euphorisch, dass ich den grünen Bogen der über mir schimmert mit dem Handy filmen will, was technisch zu dieser Zeit gar nicht möglich ist. Als ich später die Aufnahmen ansehen will sieht man nur schwarz aber man hört unsere fast ekstatischen Äußerungen. Das boreale Winter-Wunderland ist prächtige Kulisse für meine ernsthafteren fotografischen Gehversuche. Eines Nachmittags bemerken wir aus dem Bus heraus auffällig viele Möwen im Fjord und aufgewühltes Meer. Mehrere imposante Orcas sind auf der Jagd nach Makrelen. Der Makrelenschwarm wird mit geschicktem Teamwork in den blinden Fjord hineingetrieben und kann nicht mehr entwischen. Zu unserem großen Glück nähert sich ein Orca-Weibchen mit Jungtier und die beiden tauchten nur wenige Meter vor unseren Füssen auf. Ich bin so überrascht vom lauten Atemgeräusch, dass es mich fast umwirft. Ein unglaubliches Erlebnis die Wale so nahe jagen zu sehen. Später kommen noch zwei Buckelwale und sammeln die „Reste“ vom Makrelenschwarm ein.

LOADING